Auf dieser
Seite werden Sie regelmäßig informiert über neue Ausstellungen,
Lesungen, Buchherausgaben und andere Aktivitäten der Werkstatt und
der Edition Wort und Bild.
Das Atelier
Horst Dieter Gölzenleuchters - die Werkstatt Wort und Bild im
Kulturmagazin, Lothringer Straße 36c, in Bochum-Gerthe - ist Arbeitsplatz
für H.D. Gölzenleuchter wie Ausstellungsort, auch für Künstlerinnen
und Künstler aus dem In- und Ausland. Zur Werkstatt gehört die
Edition Wort und Bild mit der Herausgabe von Autoren- und Künstlerbüchern
sowie literarisch-grafischer Mappenwerke, z.B. die einmal im Jahr erscheinenden
"Werkstattdrucke" mit Original-Grafik und Wortbeiträgen.
Die Mappe dient der Unterstützung/Förderung der Kulturarbeit der
Werkstatt.
Lesungen, Buchvorstellungen gehören zum Programm der Werkstatt. Der
Besuch von Erwachsenen-Gruppen und Schulklassen ebenso.
Aktuelles
und Termine
Der
schon traditionelle Kunstmarkt der Werkstatt Wort und Bild
findet in diesem Jahr am 12. und 13. November statt:
Am
27. November 2011 wird im GEA-Center Bochum im Rahmen der
Reihe "Kunst in der Rotunde" die Ausstellung "Schnitte,
Fotos & Skulpturen - H.D. Gölzenleuchter und Valentina
Gölzenleuchter" eröffnet:
Am
26. Februar findet im Stadtmuseum
Iserlohn die Eröffnung der Ausstellung "Mit
Stift, Feder Pinsel - Zeichnungen aus 50 Jahren" statt:
4
Holzschnitte sind zu sehen in einer Ausstellung im Brecht
Forum New York (http://brechtforum.org/upcoming),
die am 2. April 2010 eröffnet wird:
ein
paar Fotos aus der Ausstellung im Haus Herbede, Witten, März
2010
Das
neue Buch von H.D. Gölzenleuchter "Holzschnittgeschichten"
ist erschienen.
Eine
schöne Rezension erschien im Lokalteil der Bochumer "Ruhrnachrichten":
H.D. Gölzenleuchter erzählt aus seinem Leben
Von Ronny von Wangenheim
Seit Jahren hat H.D. Gölzenleuchter "die Idee
mit sich rumgeschleppt". Jetzt ist daraus ein Buch geworden:
"Holzschnittgeschichten".
H.D. Gölzenleuchter wird hier von seiner Tochter Valentina
beim Skizzieren der Arbeit »Garten der Frauen«
beobachtet.
Foto: V. Gölzenleuchter
"Es sind Kurzgeschichten aus meiner Werkstatt als Holzschneider",
erzählt Gölzenleuchter knapp. Aber es ist mehr als
das. Natürlich lesen sich die einzelnen Texte einfach
als Geschichten. Aber sie vermitteln auch etwas von dem Handwerk,
der Kunst des Holzschneiders. Da geht es auch einfach mal
um Techniken oder das Material.
Damit wird das Buch auch interessant für Menschen, die
selber Holz als Material für ihre Kunst verwenden. Und
weil Gölzenleuchter sich nie auf edle Materialien eingelassen
hat, können von seinen Erfahrungen beispielsweise auch
Schulen profitieren. "Ich glaube nicht, dass es solch
ein Buch über Holzschnitte schon gegeben hat", verweist
Gölzenleuchter auf viele "dröge Anleitungen,
die von feinsten Hölzern ausgehen".
"Ich nehme, was ich finde oder bekomme", erzählt
der 64-Jährige. Bauarbeiter geben ihm schon mal Balken,
im Sperrmüll findet sich manches Teil, auch die Nordsee
schenkte ihm Holz. "Jedes Material bringt seine eigenen
Möglichkeiten mit", begeistert sich der Künstler.
Gerhard Ribbrock (Museum Alte Poist, Mülheim) bringt
Gölzenleuchters Werk in seinem Vorwort auf den Punkt.
"Seine Holzschnitt-Technik erweist sich als Versuch mit
möglichst knappen Mitteln zum Wesentlichen zu gelangen.
Seine Werkzeuge sind jedermann zugängliche Geräte.
Seine Werke sind Appelle, um für ein humaneres Leben
überall auf der Welt zu kämpfen..."
Grieshaber
"Holzschnittgeschichten" erzählt auch aus
dem Leben Gölzenleuchters, vermittelt seinen politischen
Hintergrund, nennt Vorbilder wie beispielsweise HAP Grieshaber.
Die erste Geschichte erzählt, wie Gölzenleuchter
zur Kunst gekommen ist. Danach ranken sich seine Geschichten,
entstanden in den letzten fünf Jahren, um ganz bestimmte
Holzschnitte, die natürlich abgedruckt sind.
Da ist das Portrait von Grieshaber, das der Bochumer 1976
ins Holz schnitt. Dazu erzählt er, was Grieshaber für
ihn bedeutete, erzählt von den 68ern und der Friedensbewegung,
von eigenen politischen Aktivitäten. "Gudrun Landgrebe,
auch ein Bochumer Gewächs, versuchte über die Zeitungsbude
ihrer Mutter in Harpen unser 'Courage'-Heft unter die Massen
zu bringen, was misslang. Alles naive Versuche", schreibt
Gölzenleuchter da beispielsweise. Andere Texte beschäftigen
sich mit Türen - ganz praktische Türen, in die Gölzenleuchter
seine Motive hineinflext, aber auch Türen, die sich öffnen
zu Menschen und Begegnungen. Bäume, Brücken -vieles
hat für Gölzenleuchter in diesem Sinne mehrfache
Bedeutung, denen er in seinen kleinen Geschichten nachgeht.
Tochter fotografierte
Das Buch wäre unvollständig ohne die vielen Abbildungen
seiner Holzschnitte. Und unvollständig ohne die Fotografien,
die seine Tochter Valentina über lange Zeit hinweg immer
wieder in der Werkstatt gemacht hat. Sie zeigen einzelne Arbeitsschritte
wie Vorzeichnungen, das Schneiden, Einwalzen oder Drucken.
Aber Valentina Gölzenleuchter hat auch die kreative Atmosphäre
der Werkstatt eindrucksvoll festgehalten. Das Buch wird komplett
durch den Umschlag, einen handgedruckten Original-Holzschnitt.
"Holzschnittgeschichten" (25 €) erscheint
in einer Auflage von 600 Exemplaren. Einer Vorzugsausgabe
(50 €) ist ein zweifarbiger Holzschnitt beigelegt. Edition
Wort+Bild, Tel. (0234) 70 44 91, ISBN 978-3-927430-60-0